Ihhh, ein audiophiler PC

Du findest, deine MP3s hören sich gut an über deinen PC und audiophil sagt dir nichts, dann lies lieber nicht weiter. Aber diejenigen von euch, die einfach nicht zufrieden mit der Soundqualität des Systems sind und regelmäßig von zermatschten, kontrastarmen Sounds Ohrbluten bekommen, sind hier richtig und können sich etwas Anregung holen und an meinem Leidensweg teilhaben ;).

Das Auenland… öhm ne, aber so ähnlich
Als ich mir meinen neuen PC vor ca. 1,5 Jahren kaufen wollte, habe ich mir die Komponenten zusammengestellt und kam schnell an den Punkt, wo ich mir dachte hm… mist so teuer sollte es nun wieder auch nicht werden. Es wären etwas über 3.500 Euro gewesen und fing erstmal an einiges zu streichen und kostengünstigere Alternativen zu suchen. Unter andrem hatte ich die extra Soundkarte gestrichen, weil ich mir dachte, die Onboard wird es auch tun und die Testberichte sind ja auch gut. Letztendlich eine falsche Entscheidung, aber dazu später mehr.

So, nun war ich ca. 2.500 Euro ärmer und hatte einen neuen Rechner zum Arbeiten, der sich auch heute nicht vor den aktuellen Systemen verstecken muss und mir gute Dienste leistet.

Blutende audiophile Ohren
Aber ich komme mal lieber langsam zum Problem und zum Thema, bevor hier einige aufhören zu lesen. Wer täglich 10 Stunden und mehr am Rechner arbeitet, merkt schnell, dass es mit Musik viel erträglicher ist und sie eine Inspirationsquelle sein kann. Nun, mit der neuen Onboard Karte und billigen Kopfhörern bewaffnet, ging es ans Arbeiten. Ihr glaubt nicht, wie schnell mir die Lust an der Musik vergangen ist. Ein dumpfer Sound, den man sich visuell als Babybrei vorstellen kann und von der Lautstärke möchte ich erst gar nicht anfangen. Ich höre meine Musik etwas lauter, aber mit der Schrotthardware endete das immer nur im Ohrbluten. Sobald man die Lautstärke etwas aufgedreht hat, kam nur noch hässlicher blechender Sound, der zwar dank der sehr niedrigen Ohm- Zahlen der Kopfhörer schon annähernd an die gewünschte Lautstärke kam, aber unerträglich von der Soundqualität war.

Schnell hab ich deshalb die Lust am Hören verloren und nur noch sehr selten Musik am Rechner gehört.

Die Erleuchtung
Bis ich dann mal bei einem Freund, der selber Musik macht, die Bayerdynamic DT 770 Studio Kopfhörer probiert habe. Da hat sich Musik nicht einfach nach Musik angehört, sondern eher wie ein akustischer Orgasmus in den Windungen meines Gehörgangs und von den vibrierenden Ohrläppchen vom Bass will ich erst gar nicht anfangen. Ich hab noch nie Kopfhörer erlebt, die mit so einem Bass rumwerfen.

Ich dachte nur noch „HABEN WILL!!!“

 

Tante-Emma, wo ist der Bums?
Ok, ab zum nächsten Elektronik-Großmarkt. Öhm ich nenne ihn mal „Tante-Emma“. Bei Tante-Emma in der Abteilung mit den Kopfhörern angekommen, habe ich erstmal alle ausprobiert und war etwas enttäuscht. Anscheinend ist deren Verkabelung etwas schrottig, schlechte Signalqualität, überteuert und kein Bums. Habe dann den Tipp von dem Kumpel bekommen, dass es einen anständigen Laden hier in Berlin gibt, der auch faire Preise hat. Für die Leser aus Berlin, er (Drum and Base) befindet sich in der Kulturbrauerei, die in der Nähe vom U-Bahnhof Eberswalderstraße ist.

Ah, da ist der Bums!
Dort angekommen habe ich gleich alle Kopfhörer ausprobiert und das Personal terrorisiert. Ich glaube, ich hätte einen Kunden wie mich rausgeschmissen, aber das Personal war echt freundlich, Kompetent (nicht so wie bei Tante-Ema) und sie haben mir zum Probehören meine drei Wunschkandidaten auch extra an eine ordentliche Anlage angeschlossen. Der Bums war wieder da.

Flirt-Duell
Die drei Kandidaten, die um meine Gunst werben durften, waren die Beyerdynamic DT 770, die Beyerdynamic DT 990 und die AKG K 701. Kandidat Nummer 3 (AKG) musste das Flirt-Duell als erster verlassen, da er mit etwas über 300 Euro fast doppelt so teuer war wie die Konkurrenz (auch wenn er sich etwas besser angehört hat). Im Finale konnte mich die DT 770 dann mit folgendem Argument überzeugen: Ich kann so laut hören wie ich will und meine Umgebung hört absolut nichts. Das liegt daran, dass sie ein geschlossenes System haben. Sie sind also komplett abgekapselt. Zur Info, die DT 770 und die DT 990 sind eigentlich beides die selben Kopfhörer. Sie Unterscheiden sich nur darin, dass die DT 990 offen sind und die 770iger geschlossen sind. Der Verkäufer meinte zwar, dass ich Kopfschmerzen bekommen werde, wenn ich lange und laut mit den DT 770 Musik höre (wegen dem geschlossenem System), aber das traf bis heute nicht ein und ich bereue diese Entscheidung nicht.

Obwohl die AKG K 701 sehr sehr lecker waren, war mir der Unterschied mit ca. 300 Euro im Vergleich zu den ca. 150 Euro teuren Beyerdynamic DT 770 nicht wert.

Das erste Mal
Zuhause angekommen, zerriss ich die Packung leidenschaftlich und packte sinnlich die beiden Rundungen der Hörmuscheln und setzt sie mir langsam auf. Dann schraubte ich den goldenen 6,35 Adapter an den ebenfalls goldenen 3,5 Anschluss. Ja, richtig gehört, kein billig steck mich drauf Adapter, sondern ein hochwertiger, vergoldeter Adapter, den man anschrauben muss .Meine Freundin meinte übrigens, es hätte nur noch ein Sabbern gefehlt, Frauen …

Dass ich sie gleich an der Anlage ausprobiert habe, ist nicht nötig zu erwähnen oder? Genialer Sound , die Kopfhörer geben den Sound 1:1 wieder und verfälschen absolut nichts.

Böses Erwachen
Am nächsten Morgen hab ich sie dann am PC ausprobiert und der Bums war wieder weg. Hm doofe Onboard Karte liefert anscheinend zu wenig Power und hört sich irgendwie ja auch nicht so toll an.

Hm ok noch mal Geld ausgeben …

Hallo, mein Name ist X-FI
Ok, neue Soundkarte muss her. Diesmal aber eine richtige. Nach ein paar Tagen Recherche und Abwegungen bin ich dann bei Creative gelandet. Kann es sein, dass die Namen immer länger und kryptischer werden? Creative Labs Sound Blaster X-Fi Platinum Fatal1ty Champion Series Soundkarte mit Buttercreme gefülltem XP-Pro-Knusperkern-Prozessor. Zu Weihnachten kommt dann eine Spezial-Version mit Zimtstern-Flash-Pro-Extra-Speicherbänken raus, mit der man auch backen kann. Aber lassen wir das mal beiseite. Creative hat schon immer gute Soundkarten gebaut und die X-FI ist die neue Serie. Lasst euch durch die verwirrende Namensgebung nicht verwirren, denn die Wahrheit sieht in etwa so aus:

Die X-FI Serie ist einmal in günstige Audio-Versionen und einmal in eine hochwertigere Musik-und Gamer-Version unterteilt. Wobei Creative mittlerweile auch einiges gestrichen hat . So gab es damals zwischen der Musik- und der Gamer-Version keinen echteen Unterschied und da gab es und gibt es noch Fatal1ty Versionen von fast allen Versionen mit mehr Speicher. Diese haben mehr gekostet, jedoch aber nichts gebracht… naja ok man kann angeben ,aber sonst nichts.

Ich versuche mich mal kurz zu halten. Hatte mich damals für die X-FI Platinum entschieden. Gründe waren folgende: Die Gamer-Version bietet nichts weiter als vielleicht irgendein Spiel als Bonus in der Packung, was ich eh nicht spiele, mich aber Geld kostet. Also blieb nur die Musik-Version und die aufgepimpte Platinum, die zusätzlich eine Frontplatte und eine Fernbedingung hat. Aus dem einfachen Grund, dass mein PC in der Nähe des Fernsehers ist und ich meinen PC auch als Multimedia-Station nutze, ist so eine Fernbedienung praktisch. Das Frontpannel war ebenfalls interessant, da ich bequem meine Kopfhörer anschließen kann und zusätzliche Anschlussmöglichkeiten habe.Außerdem hat es eine extra Stromversorgung, die mehr Power zu den Kopfhörern pumpen kann.

Falls ihr mit dem Gedanken spielt, euch auch eine Creative zuzulegen, Creative hat viele Modelle gestrichen unter anderem die Musik-Version ohne Extra-Panel. Es gibt zwar noch die Gamer-Version mit extra Speicher-Version, aber die kostet mehr und bringt nicht mehr. Auf Amazon gibt es noch die normale Musik-Version und die kostet 60 Euro weniger, als die Gamer also spart euch das Geld lieber.

Falls ihr auch ein Frontpanel wollt, ebenfalls Finger weg von der Gamer Version mit dem elend langen Namen. Kauft lieber die normale Platinum. Falls ihr keine normale nur Platinum mehr bekommt, der Unterschied zur Gamer-Version fällt hier nicht so extrem aus wie bei der abgespeckten Version. Aber ob euch das ca. 100 Euro mehr wert ist als ohne Panel und Fernbedienung müsst ihr schon selber entscheiden.

Hab dich
Hier noch ein paar Details und Gründe warum die X-FI die optimale Lösung ist. Man kann die X-FI per beigelegter Software und Fernbedienung in 3 verschiedene Modi umschalten, die wären: Audioerstellungsmodus, Spielmodus und der Unterhaltungsmodus.

Audioerstellungsmodus: Dieser Modus ist zum Erstellen von Musik gedacht und gibt die Sounds 1:1 wieder. In Verbindung mit den Beyerdynamic DT 770 haben wir also an unseren Ohren einen absolut klaren 1:1 Sound, mit dem man sogar bei einigen professionell aufgenommen Audio CDs Fehler heraushören kann. Wer einen schicken PC fürs Wohnzimmer plant, eine hochwertige audiophile Anlage besitzt und seine Musiksammlung verlustfrei komprimiert auf dem PC hat kann sich über den Modus richtig freuen.

Spielmodus: In diesem für Gamer gedachten Modus hat man auf nahezu jede Funktion Zugriff, die die X-FI bietet. Was mich wirklich erstaunt hat ist die CMSS-3D Kopfhörer-Funktion. Ich hab schon etliche Surround-Systeme gehört, bei denen sich ein Ton viel schlechter orten lässt. Insgesamt werden 8 verschiedene Standpunkte berechnet. Ich hab mich dann doch mal überwunden und mir von meinem Bruder ein Ego-Shooter geliehen, um das mal mit einem Spiel zu testen und ich konnte eindeutig sagen, dass der Kopfschuss mich von rechts hinten getroffen hat. Bei dem 24-Bit Crystalizer, der „On the Fly“ die Sounds neu berechnet, kann auf Wunsch aktiviert und eingestellt werden, wie stark er in die Audio Quelle eingreifen soll. Die meisten stehen auf diese Spielerei und finden die Sound-Qualität besser.Aber ich nicht, denn meiner Meinung nach zermatscht nur alles. EQ und Mixer kann man natürlich auch einstellen und an seine Bedürfnisse anpassen. Aso übrigens, der Bass-Boost schafft es wirklich gut den Bums zu verstärken und dank den DT 770 hat man auch einen echten Bums.

Unterhaltungsmodus: Für Musik und Filme benutze ihn aber eigentlich nur, wenn ich mal eine MP3 in weniger guter Qualität habe oder eine DVD am PC gucke und Souround Sound haben möchte. Ansonsten ist bei mir nur der Audioerstellungsmodus an. Auch hier kann der Souround Sound über Kopfhörer überzeugen und die neue Berechnung bei weniger guten MP3s funktioniert auch recht gut.

 

Und wenn sie nicht gestorben ist…
Bei einem Preis von ca. 70 Euro für die nur Musik-Version ist das mehrals man erwarten kann, da sie in jedem Bereich je nach Einstellung auftrumpfen kann und sich dem individuellen Hörgeschmack anpassen lässt. Wenn man sich dazu noch die Beyerdynamic DT 770 holt, hat man für ca. 230 Euro insgesamt ein super Audiosystem im Rechner.

Passend zu eurer vielleicht neuen Soundkarte und Kopfhörern werde ich in den nächsten Tagen noch einen Beitrag über die verlustfreie Komprimierung von Musik schreiben, damit ihr das neue System auch gleich optimal nutzen könnt.

 

Noch Fragen, Anregungen oder Wünsche? Dann hinterlasse doch einfach ein Kommentar.

 

10 Responses to “Ihhh, ein audiophiler PC”

  1. Hi, danke für den Super-Erfahrungsbericht. Hat mir sehr geholfen.
    Hast Du den angekündigten Artikel zum schrumpfen von Musik erstellt? Wo iss´er?
    Beste Grüße aus dem Prenzl´Berg Alex

  2. Danke, bin momentan krank und vegetiere vor mich daher aber sobald wieder halb Wegs geht werde ich den Artikel schreiben.

    Freut mich das er dir geholfen hat, falls mit dem gedankten spielst dir die Beyerdynamiks zu holen solltest du lieber zu Drum & Bass in der Kulturbrauerei mal zum Test hören vorbei gehen, die Preise waren damals nahe zu identisch mit den günstigsten im Inet. Auf jeden fahl gute Möglichkeit Test zu hören, ob sie einem auch Persönlich gefallen.

  3. Hi,

    Ich hab schon länger auf Soundqualität an meinem Rechner geachtet (wenn auch nicht auf “audiophilem” Niveau) und habe seit längerer eine Creative Soundblaster Audigy 2-ZS und einen Sennheiser HD-555 (90 Euro).

    Da der Sennheiser leider unwiederbringlich kaputtgegangen zu sein scheint, wollte ich die Lage nutzen, um mir einen noch etwas besseren anzuschaffen, zB den Sennheiser HD-595.. allerdings frage ich mich, ob sich das lohnt oder ich nicht besser zunächst die Soundkarte aufrüsten sollte, was würdest du sagen?

  4. Hi Torben,
    zum Thema Audigy 2-ZS vs XFI gibt es haufenweise streitereien in Foren. Einige hören 0 unterschied andere einen riesigen. Rein Technisch ist die XFI überlegen aber ob du den unterschied hören kannst kann dir keiner verraten. Wen man nur eine onBoard hat, würde ich schon raten zur XFI zu greifen aber von der Audigy 2-ZS zur XFI zu wechseln lohnt halt wesentlich weniger und da muss halt jeder selber entschieden ob ihm die Extra Möglichkeiten der Einstellung und die Subjektiv bessere oder schlechte Soundqualität wert ist.

    Zum anderen Spielt es auch eine große rollen in welches Format und was für eine Qualität deine Audio-Dateien haben. Genau so ob du sie nur zum Musik hören benutzt oder auch für Spiele und Filme. Eine Top Soundkarte und Highend Kopfhörer/Boxen bringen auch kaum was bei einer 128 kbps MP3.

    Solltest du einfach nur gerne Musik (MP3s 128, 196, 256 etc) hören wird dir „wahrscheinlich“ auch die Audigy 2-ZS weiterhin reichen.

    Kauf dir erst mal wieder paar ordentliche Kopfhörer und guck dann weiter, bevor du umsonst Geld ausgibst. Über die Sennheiser HD-595 hab ich bis jetzt auch nahe zu nur Gutes gelesen ob sie aber besser sind als die Beyerdynamic DT-770 oder DT-990 kann ich dir nicht sagen. Fals du dich noch nicht endgültig entschieden hast kannst du ja hier mal lesen, www.areadvd.de/hardware/2006/beyerdynamic_dt_770.shtml und www.areadvd.de/hardware/2006/beyerdynamic_dt_990.shtml. Haben beide bei dvd-area super abgeschnitten die DT-990 haben sogar den Reverenz-Titel bei denen. Laut dvd-area haben die DT-990 einen besseren Sound, ich konnte nicht wirklich einen qualitativen unterschied hören und die Angestellten in dem Geschäft ebenso nicht und haben bestätigt das der einzige unterschied darin besteht das die einen ein Geschlossenes System haben und die anderen ein Offenes. Vom Preis her sind sie ja auch identisch.

    Ein kleiner Tipp am Rande, da ich nicht genau weiß wie viel Leistung die Audigy 2 auf die Kopfhörer jagen kann. Wen du dich doch für die Beyerdynamics entscheidest. Informiere dich bitte vorher wie viel Leistung deine Audigy 2 raus pumpen kann zu den Kopfhörern, weil die DT-770 gibt es in 80 Ohm und 250 Ohm, die DT-990 in 32 Ohm und 250 Ohm. Das heißt Konkret das es dir passieren könnte falls du eine 250 Ohm Version hast sie einfach zu leise sind am PC. Bei der 32 Ohm Version sollte es keine Probleme geben und die 80 Ohm sollten auch noch halbwegs laut sein. Die Sennheiser haben übrigens 50 Ohm sollten also. Hier kann ich auch nur spekulieren.

    Beyerdynamic DT-770 M = 80 Ohm
    Beyerdynamic DT-770 Pro = 80 Ohm und 250 Ohm
    Beyerdynamic DT-990 Pro = 250 Ohm, solls aber auch als 32 Ohm geben

    Ich selber hab DT-770 Pro mit 250 Ohm am Frontpanel der XFI Platinum dran und meine Freundin bekommt Kopfschmerzen von der Lautstärke.

    Wen du mir genauer sagen wilst wie du hörst kann ich genauer antworten.

    Noch fragen? ^_^

  5. Hi,

    Erstmal danke für deine Antwort!

    Naja, um deine Fragen zu bewantworten, ich bin schon jemand, der gerne konzentriert und bewusst Musik hört.. und die Sennheiser-555 sind/waren ja auch meinem Empfinden nach bei weitem keine schlechten Kopfhörer; auch damit war ich schon sehr zufrieden, allerdings denke ich eben über ein weiteres “Aufstocken” nach, weil ich mal davon ausgehe, dass es noch besser geht.

    Genremäßig, falls das von Belang ist, bin ich recht offen (das sagt zwar jeder Chartshörer auch, aber ich bin es wirklich).. am meisten wohl Progressive/Psychedelic/Post Rock, allerdings auch zB Trip-Hop, Metal, Ambient u.v.m. Im Alltag höre ich natürlich auch mal nur nebenbei Musik (dann laufen auch mal etwas eingängigere Sachen), aber dafür würden im Zweifelsfall auch meine Boxen ausreichen.. die sind nichts besonderes, aber dafür reichts und da ist mein Drang nach “Aufstocken” auch nicht allzu groß (Logitech Z-2300).

    Meistens höre ich schon über mp3s, allerdings achte ich darauf, dass sie vernüftig gerippt sind (ich benutze dazu cdex als Programm). “Normal gerippte” 128 kb-mp3s und ich denke auch teilweise 192-kb-mp3s kann ich glaube ich heraushören und von den meinigen unterscheiden.

    Filme schaue ich kaum auf dem PC (außer neuerdings Musik-DVDs), Spiele spielen tu ich eher selten, und da käme es mir jetzt auch nicht soo auf den Sound an (meistens spiele ich, *wenn* ich mal was spiele, Starcraft:Broodwar, und das ist technisch eh veraltet ^10 bzw. ich hör da nie die Spielemusik). Auf jeden Fall würden mir dazu meine derartigen Komponenten locker ausreichen.

    Über Kopfhörer habe ich mich auch schon etwas informiert, allerdings über die englische Seite http://www.headphone.com, die mir von einem anderen User empfohlen wurde und ein sehr breites Spektrum an Tests bietet. Kannst ja auch mal schauen, falls du sie nicht kennst; sowohl die Beyerdynamic als auch die Sennheiser-Kopfhörer erhalten dort sehr gute/hervorrangende Bewertungen.

    Was für mich an deinem Post vor allem neu war, war die Erklärung mit den verschiedenen Spannungen in Relation zur Lautstärke. Beim Sennheiser-555 war es bei mir zumindest immer so, dass fürs “normale Hören” ca. 30-35% (bzw -28 - -25 db) reichten, beim “bewussten” lauteren Hören 40-50% (bzw -22 - -18 db) (hängt ja auch von der Grundlautstärke der CD ab). Lauter habe ich schon alleine deshalb nicht gestellt, weil mir in 10 Jahren 50% möglichst immernoch sehr laut vorkommen soll ;-) .
    Verstehe ich das richtig, dass das Lautstärkepotential also bei Kopfhörern mit niedrigeren Ohmzahlen bei der gleichen Soundkarte größer ist?

    Naja, wie gesagt, meine Frage ist eben, ob sozusagen der Kopfhörer oder die Soundkarte bei einem Kopfhörer in der Preisklasse 100-200 Euro das “schwächste Glied” wäre.. denn es bringt ja nichts, wenn ich mir jetzt nen HD-595 hole, um dann zu merken, dass ich aufgrund meiner Soundkarte eh kaum einen Unterschied zum HD-555er Modell hören kann.

    Ich bin also schon bereit, für einen besseren Klang Geld auszugeben, allerdings sollte das für mich natürlich auch hörbar sein ;-) .

  6. Die Widerstand des Kabels spielt eine entscheidende Rolle bei der Lautstärke. Eine Normale Soundkarte kann nicht mit der Leistung von Highend Verstärkern und Equipt mitspielen, besonders die Onbrord (in nahe zu jeden fall). Um so größer der Widerstand ist um so mehr Leistung muss herausgepumpt werden um die gleiche Lautstärke zu erreichen. Im Highend Bereich von Kopfhörern wirst du mit 600 Ohm konfrontiert. Der Grund dafür liegt darin das man weniger rauchen hat um so höher der Widerstand ist. Zum anderen kann dir die Membran reisen falls du zu viel Bums an die Kopfhörer schickst, sollte also halbwegs im Einklang sein.
    War mit ein Grund warum ich mich für die XFI mit Frontpanel entschieden habe.

    Mit den Sennheiser HD-595 wirst du schon kein gravierenden Fehler machen. In dem Preissegment nehmen die sich nicht viel und hören ist so subjektiv das jeder einen anderen Favoriten hat. Merkt man ja an den ganzen Streitern in den verschiedenen Fach-Foren.

    Versuch einfach mal die Sennheiser irgend wo Probezuhörern oder besser bestell sie dir Online, weil du 14 Tage Rückgabe recht hast falls sie dir nicht zusagen. Such dir aber ein ordentlichen Shops deines Vertrauens aus und nicht unbedingt die Noname Bude weil sie 3 Euro günstiger ist. Dann kannst du beruhigt auf eigenen Erfahrungen entschieden ob du sie zurück gibst, behältst oder doch noch ne andere Soundkarte holst. Selber hören geht über jeden Test / Bericht im Internet!!!

    Für deine Audigy 2 gibt es übrigens auch inoffizielle Treiber die in sache Stereo Musik noch einiges mehr aus ihr holen können.

    Das schwächste Glied, hm….
    Höst wahrscheinlich deine Musik-Dateien und nicht die Hardware. Siehs mal so sollten die Sennheiser mehr Leisten können als deine Soundkarte hast du aber immer noch Potential nach oben. Am ende musst du halt entschieden was du dir gönnen willst, dies kann keiner für dich abnehmen.

    Ich hab mich für die XFI-Platinum + DT-770 entschieden weil ich damit flexibel bin. Zum einen die Studiokopfhörer die nicht wie Hifi Kopfhörer den Sound in eine andere Richtung pusten und je nach Hersteller und Modell anders. Zum anderen die XFI die viele einstellungs Möglichkeiten bietet so das ich mir selber mein Optimum einstellen kann. Wie weiter oben geschrieben das Frontpanel genommen weil es zum einen extra Anschlussmöglichkeiten bietet und zudem ein separaten Stromanschluss hat und mehr Power raus pumpen kann so das ich Kopfhörer mit höherem Widerstand bei wirklich guter Lautstärke dran betreiben kann und das Rauchen unterdrückt. Ich bin damit glücklich ob es wer anders auch wird kann ich nicht sagen.

    Momentan plane ein Multimedia System und könnte teilweise nur kotzen. Ein Abgestimmtes System aus Full-HD Fernseher, HTPC, AV-Reciver, Boxen etc etc
    Hin zu bekommen dass das Geld wirklich wert ist und nicht so wie die fertigen Systeme von einigen Herstellern verschlingt schon einiges an zeit. Zum anderen sollte das ganze irgend wie bezahlbar bleiben und den bestmöglichen kosten / nutz Faktor haben -_-

    Die meisten ach so Moderen Fernseher sind in meinen Augen ihr Geld nicht wert, ganz besonders für Oto-Normal-Verbraucher…

    Btw hatte dir meine MSN-addi gemail oder? Alternativ kannst du auch ICQ haben wen du das benutzt. Live Chat lassen sich fragen und so besser besprechen.

    So bin dann mal weiter CMS umschreiben ;=)

    Mit freundlichen Grüßen
    ich

  7. öhm Ergenzung.
    Grund weil ich die DT-770 und nicht die DT-990 genomomen hab trotz gleichem Preis war. Das ich ab und zu sehr laut Musik höre. Raggeton leise und ohne Bass macht einfach kein Spass ;)
    Mit den DT-770 nerv ich meine freundin nicht mit der Musik die ich höre, da man selbst bei extremer lautstärke nahe zu nix hört. Ansonsten häte ich wohl auch zu den DT-990 gegrifen.

  8. Noch eine Anmerkung zum Preisleistungsverhältnis. Doppelt so Teuer heißt nicht doppelt so gut, um so weiter du in den Hingehend Bereich stößt um so weniger wirst du unterscheide hören für das Geld das du bezahlst.

  9. Vielleicht wirst dus nicht mehr lesen.. aber seit dem 4. Dezember, also nicht mal eine Woche später, habe ich einen Tinnitus am rechten Ohr, der es mir leider unmöglich macht, auf “audiophilem” Niveau Musik zu hören. Deshalb folgten auch keine Antworten mehr.. vielleicht wird er nie wieder weggehen, das deprimiert mich :(

  10. Ach ja, massig neue CDs hab ich trotzdem gekauft.. da du ja auf Elektro zu stehen scheinst, kann ich dir empfehlen, dir mal “Untrue” von “Burial” anzuhören (naja kennst du vlt eh) .. hört sich trotz Tinnitus immer noch gut an - wenn auch ohne sicherlich noch viel besser.

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